Am Dienstag, dem 22. Juni 2010, veranstalteten die Abiturienten des Jahrgangs 2010 in der 3. und 4. Stunde ihren Abistreich. Mit wahrhaft ohrenbetäubendem Sirenengeheul wurden die Schüler und Lehrer auf den Schulhof gejagt, wo bereits ein Autokorso hupend im Kreis umherfuhr. Dort wurden dann einige Spiele veranstaltet, bei denen je zwei Schüler gegen zwei Lehrer antraten. So musste sich beispielsweise Herr Meister von Frau Wendelborn in Klopapier einwickeln lassen, Herr Neumann und Herr Stute musste in einem Eimer Wasser nach Äpfeln tauchen, Herr Oehl und Herr Knote mussten möglichst laut eine Vuvuzela zum klingen bringen und vieles mehr. Nebenbei wurden Bratwürste verkauft und sich unter den Schülern Wasserschlachten geliefert.
Die Grenze zum Osten
Darüber hinaus haben die Abiturienten an einigen Orten in der Schule Hinweisschilder angebracht: Bei den Chemieräumen eine Warnung, diesen Bereich nur mit Schutzanzügen gegen radioaktive Strahlung zu betreten. Bei den Physikräumen den Hinweis, dass dieses Gebiet angeblich vom Seuchenschutz gesperrt worden sei. An den Türen zum Verwaltungstrakt die Warnung „Achtung! Sie verlassen jetzt West-Berlin!”, die vor dem Mauerfall an der Grenze zur DDR zu lesen war. Am Lehrerzimmer ein Schild mit der Aufschrift „Bitte nicht füttern!” und am Büro von Herrn Gerland ein Schild: „Prof. Dr. Dr. Gerland – Heilpraktiker, Telefonseelsorge, alternative Heilmethoden” An den neuen Vertretungsplan-Fernseher, die bisher noch nicht in Betrieb sind, wurden Schilder angebracht, auf denen Folgendes zu lesen war: „Wegen Zahlungsunfähigkeit zurzeit leider außer Betrieb." Am schwarzen Brett befand sich außerdem eine Suchmeldung nach einem gewissen Florian Merßing. Dies ist ein Insider-Witz der Abiturienten, deren ehemaliger Mitschüler Florian so gut wie nie in der Schule erschienen war und eher einem Phantom glich.
Die Abiturienten sind erleichtert, dass bei extrem kurzfristiger Planung alles so gut geklappt hat. Denn erst einen Tag zuvor fand sich eine kleine Gruppe zusammen, um den Abistreich zu organisieren. Innerhalb nur eines Tages mussten 300 Bratwürste gekauft, Grills, Klopapier und Äpfel besorgt werden – und natürlich auch Spielideen. Ursprünglich war noch geplant, in der Nacht vom Montag auf den Dienstag auf dem Schulhof zu zelten, jedoch ist Kampieren auf dem Schulhof verboten und man hätte mit einem Eingriff der Polizei rechnen müssen.
Sein Revier: der Klassenraum. Seine Methodik: unbarmherzig. Seine Gegner: Betrüger, Abschreiber und Täuschungsversuche. Einsatz rund um die Uhr bei Klausuren und Klassenarbeiten. Objektive Leistungserhebungen sind sein Job. Die Rede ist von Andreas Noll, seines Zeichens Mathematik-, Physik- und Chemie-Lehrer am Friedrichsgymnasium. Wer einmal eine Klausur bei ihm geschrieben hat, weiß, dass jeglicher Versuch, etwas vom Nachbarn abzuschreiben, vollkommen vergeblich ist. Denn Herr Noll ist berüchtigt für die von ihm eingesetzten Trennwände, die während der Klausuren zwischen den Schülern platziert werden, um optimalen Sichtschutz zu garantieren.
Auch andere Lehrer haben sich in den letzten Jahren von dieser Methodik inspirieren lassen und experimentierten mit den Noll'schen Trennwänden. Nun stieß unser QuintessenZ-Reporter heute vor dem Büro von Frau Palmié auf die rechts abgebildeten Kartons: Mobil-Sichtschutz „Clausura” Offenbar ist die Nachfrage nach Trennwänden gestiegen, sodass die Schulleitung professionellen Nachschub geordert hat.
Die Amazon-Produktbeschreibung der Clausura-Trennwände garantiert eine „objektive Leistungserhebung ohne Abschreiben”. Der Schüler erfahre weniger Ablenkung, könne sich voll auf den Test konzentrieren und damit seine persönlich optimale Leistung erbringen, so Amazon. Das scheinen ja wahre Wunder-Wände zu sein, wenn sie die Leistung in Klausuren in diesem Maß steigern!
Außerdem reflektiere die weiße Farbe der Trennwände das Licht und sorge somit für einen hellen Arbeitsplatz – nun ja, das wird ja zumindest im Altbau durch gewisse Rollläden zunichte gemacht. Die Wellenstruktur der Trennwände soll einem Beschmieren durch Schüler vorbeugen.
Bei Amazon kostet ein Klassensatz, also ein Karton Trennwände 42,90 € und beinhaltet 15 Wände. Das ergibt pro Trennwand einen Stückpreis von 2,86 €. Für die zwei im Verwaltungstrakt herumliegenden Kartons muss die Schule also mindestens über 80 € bezahlt haben. Was tut man nicht alles für den Schutz der Schüler vor sich selbst.
von Johanna Götte am 16.06.2010 08:22 (0 Kommentare)
Gestern Abend (15. Juni) fand die Preisverleihung des 1. FG-Schreibwettbewerbs statt.
Aus gut 70 Beiträgen hatte die Jury (bestehend aus zwei Lehrern, Frau Friedrichs und Herrn Stute, drei Mitgliedern der Bücherei und der Chefredaktion der Quintessenz) die 20 besten Beiträge ausgewählt und diese dann auf die Plätze 1-3 sowie den Sonderpreis Lyrik verteilt.
Gestern war es nun endlich so weit – die Preisträger und auch alle Teilnehmer bekamen ihre Preise und Urkunden. Dazu lasen Mitglieder der Schreibwerkstatt aus Klasse 5 und 6 ihre Beiträge vor. Natürlich wurden auch die Siegergeschichten gelesen.
Die musikalische Untermalung lieferten Mitglieder der Klasse 6d – moderiert wurde der Abend von der Jury, aber im Mittelpunkt standen eindeutig die Gewinner. Bei Kuchen und Keksen konnte man sich in der Pause übers Lesen und noch sehr viel mehr austauschen und die Gewinner erhielten als Preis unter anderem eine geheftete Ausgabe aller Siegergeschichten, diese können auch alle anderen noch in der Bücherei erwerben.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend, der mit Frau Palmiés Zusage endete, dass wir den Schreibwettbewerb auf jeden Fall nächstes Jahr wieder veranstalten dürfen.
Am heutigen Dienstag, dem 18. Mai 2010, fand zum zweiten Mal eine Ehrung für Schüler statt, die sich besonders um die Schule verdient gemacht haben; entweder durch besonders gute schulische Leistungen oder durch Mitwirkung bei Chor, Ruderverein, Schreibwerkstatt, Orchester oder Schülerzeitung. Wie im letzten Jahr erhielten die geehrten Schüler eine Urkunde und einen Gutschein für die Buchhandlung am Bebelplatz. Anders als im letzten Jahr ist aber, dass auf den oft geäußerten Wunsch von Eltern und Schülern eingegangen wurde, auch dazuzusagen, wofür der jeweilige Schüler geehrt wurde; das hatte den Nebeneffekt, dass manche Schüler mehrmals vor die Bühne gebeten wurden.
Ebenfalls neu ist, dass die Ehrung diesmal mit dem FG-Forum verbunden werde, welches sich diesmal mit dem Thema „Der antike Kalender” beschäftigte. In etwa eineinhalb Stunde referierte Frau Dr. Giebel über die Ursprünge der Zeiteinteilung, die vielfachen Veränderungen, die der Kalender durchmachte, und welche Probleme es damit gab und immer noch gibt. Umfangreich wurde darüber aufgeklärt, woher die Monate ihre Namen haben, warum Juli und August beide 31 Tage haben, warum es Schaltjahre gibt und warum ausgerechnet im Februar geschaltet wird.
In vielen Klassen fehlen zurzeit Schüler. Einige davon spielen ein Orchsterinstrument... Das sind dann vermutlich Mitglieder des Hauptorchesters, das zurzeit auf seiner alljährlichen Orchesterfahrt ist.
Dieses Jahr geht es für die ca. 45 Orchestermitglieder nach Rom. Am Morgen des letzten Samstags (08. Mai) ging es los. Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (15. Mai) werden sie zurückerwartet. Dort in Rom werden sie am Mittwoch mit einem italienischen Chor Mendelssohns Lauda Sion aufführen. Auf dem Plan stehen: Natürlich viele Proben, ansonsten Sightseeing. Begleitet werden sie dabei von Frau Diaz und Herrn Menzel.
Nachtrag: In unserer Online-Zeitung berichtete Chorleiter Herr Menzel nun über die Fahrt: zum Artikel | zur Galerie
von Johanna Götte am 14.06.2010 20:17 (0 Kommentare)
Deutschland feiert wieder!
Nach dem grandiosen WM-Auftakt befindet sich das ganze Land wieder im Fußball-Rausch. Das Spiel unserer Mannschaft gegen Australien begann gestern (13. Juni) um 20:30 Uhr mit einer Überraschung: Australien griff sofort an und hatte schon nach 5 Minuten die erste tolle Torchance. Gott sei Dank rettete Lahm (unser Kapitän) das Ding.
Dann nach der 8. Minute begannen wir zu feiern – Poldi erzielte das 1:0. Es fogte das 2:0 durch Klose knapp 20 min später. Das war auch das Ergebnis, mit dem sich unsere Jungs in die Pause verabschiedeten
Nach der Halbzeit zeigte sich die deutsche Mannschaft weiterhin von ihrer Schokoladenseite. Zwei Tore – eins von Müller in der 68. Minute und zu guter Letzt noch eins von Cacau 2 Minuten später (70.), sorgten für erneute Partystimmung.
Der Endstand von 4:0 für Deutschland war durchaus verdient – und brachte die Leute in ganz Deutschland zum jubeln. Hoffen wir nur, dass es so weitergeht und wir ein erneutes Sommermärchen erleben.
Das deutsche Staatsoberhaupt, Bundespräsident Horst Köhler (CDU), ist heute, am Montag, dem 31. Mai 2010 um 14 Uhr, mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten.
Ursache dafür ist anscheinend ein Missverständnis: Köhler hatte sich kürzlich bei einem Besuch in Afghanistan gegenüber den deutschen Soldaten geäußert, dass Deutschland seine Handelswege im Ausland notfalls auch militärisch sichern müsse. Köhler sagte später, er habe damit gar nicht Afghanistan gemeint, sondern die Bekämpfung von Piraten. Doch da war es schon zu spät: Von allen Seiten wurde kritisiert, er habe einen Krieg befürwortet, der nicht mit der Verfassung vereinbar sei.
Köhler ging die Kritik zu weit: Ihm fehle der nötige Respekt vor dem höchsten politischen Amt in Deutschland. Dass man ihm als Bundespräsident, als der er jedes Gesetz auf Verfassungsmäßigkeit prüfen muss, vorwarf, sich verfassungswidrig zu äußern, das hat ihn offenbar sehr gekränkt. Mit sofortiger Wirkung erklärte er enttäuscht und verbittert seinen Rücktritt. Damit ist Köhler der erste Bundespräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der sein Amt niederlegt.
Bis von der Bundesversammlung, die in spätestens 30 Tagen zusammentreten muss, ein neuer Bundespräsident gewählt wurde, wird der Präsident des Bundesrates, der Bürgermeister von Bremen, die Aufgaben des Bundespräsidenten stellvertretend erfüllen.
Das war der wohl am häufigsten gehörte Satz in der Nacht vom Samstag auf Sonntag, dem letzten Mai-Wochenende. Aus 39 Ländern Europas stimmten die Zuschauer und die Jurys des Eurovision Song Contest für Lena Meyer-Landrut aus Hannover mit ihrem Song „Satellite”. Mit insgesamt 246 führte Lena das Feld mit einem weiten Vorsprung an, der Sieg war ihr schon nach der Hälfte der Stimmenvergabe so gut wie sicher.
Das ist in der mehr als vierzig Jahre währenden Geschichte des Eurovision Song Contest nun der zweite Sieg für Deutschland (der erste war 1982) und damit wird auch der Eurovision Song Contest 2011 in Deutschland stattfinden.
Letztendlich gestalteten sich die Top 5 folgendermaßen:
Deutschland (246) – Lena: „Satellite”
Türkei (170) – maNga: „We could be the same”
Rumänien (162) – Ovi & Paula Seling: „Playing with Fire”
Dänemark (149) – Chanée & N'evergreen: „In a moment like this”
Aserbaidschan (145) – Safura: „Drip Drop”
Und wie man es von Lena kennt, beendete sie den Eurovision Song Contest nach der Wiederholung ihres Songs mit den Worten: „Ich weiß nicht, wo ich jetzt hin soll, deshalb quatsche ich einfach noch ein bisschen...”
Neues Wikipedia-Design (Grafik zum Vergrößern anklicken)
Alles neu macht der Mai – nach langer Zeit auch bei Wikipedia. Die allseits bekannte und hochgelobte freie Enzyklopädie ändert ihr Design. Vorerst nur auf der englischen Wikipedia, die deutsche Seite soll aber bald angepasst werden.
Als erstes fällt auf, dass die Suche nicht mehr an ihrem gewohnten Platz in der Navigationsleiste am linken Bildschirmrand ist. Sie befindet sich nun rechts oben über den Artikeln. Die Navigationsleiste wurde trotzdem vergrößert, das Logo dafür etwas verkleinert. An einigen Stellen findet man nun die in heutiger Zeit modernen Farbverläufe, vor allem dienten sie zur Gestaltung der Reiter über den Artikeln.
Die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko zieht anscheinand eine der größten Ölpesten der Geschichte nach sich.
Nun ist es nach Angaben der Behörden nicht mehr zu verhindern, dass ein Ölteppich von der Größe des Saarlandes die Küste erreicht. Dann droht Tieren von bis zu 400 verschiedenen Tierarten der Tod. Vor allem Vögeln und Fischen, aber auch Delfinen. Tausende freiwillige Helfer sowie das Militär bereiten sich jetzt darauf vor diese Tiere zu retten.
Dadurch sind natürlich auch Menschen betroffen. Die meisten Bewohner sind Fischer, deren Existenzgrundlage jetzt massiv gefährdet ist. Sie wurden in diesem Geschäft von ihren Vätern angelernt und haben oft nichts Anderes gelernt. Für sie ist der Ölteppich eine riesige Katastrophe, da er sie auf jeden Fall für eine lange Zeit arbeitslos machen wird.
Viele Menschen in Amerika finden, dass die Regierung wesentlich früher hätte reagieren müssen. Obamas Anhänger verteidigen ihn. Er sei von vornherein eingebunden in die Hilfsaktionen gewesen. Hätte alles funktioniert, würde der Ölteppich die Küste nie erreichen. Doch heftiger Wind und rauer Seegang machten es den Booten unmöglich auszulaufen, um das Öl abzusaugen.
Wir hoffen sehr, dass die meisten Tiere gerettet werden können und die Regierung sich um die Fischer kümmern wird.