Athene

Schnurps di rums tara und Flaschenkonzert - der Kammermusikabend

von Paula Kaiser am 15.01.2012 10:12

Neugierige Blicke blieben am Programm des Kammermusikabends am 12. Januar 2012 hängen. Dadaismus? Flaschenkonzert? Was soll denn das? Dieser Abend, stark beeinflusst vom Musik LK des Jahrgangs Q1, beschäftigte sich mit außergewöhnlichen, aber auch klassischen Interpretationen von Musik.

Nadine (Q1) nutzte den Abend, um sich für Jugend Musiziert vorzubereiten. Ihre Interpretation einer Ballade von Reinecke lässt durch ihre überzeugende musikalische Ausgestaltung ihre guten Chancen beim Wettbewerb in der nächsten Woche durchscheinen – wir drücken dir die Daumen!

Doch auch die jüngeren Jahrgänge waren vertreten – so leitete Indra den Abend mit zwei Klavierwerken ein, es gab eine Bearbeitung von Fluch der Karibik für Klarinette und Klavier – das auf Kammermusikabenden fast schon zur Tradition gehört – und einen beeindruckenden ungarischen Tanz für Geige.

Für Lacher sorgte der schon erwähnte Musik LK aus der Q1, der selbst komponierte Dadaismen in Sonatenhauptsatzform zum Besten gab, die Themen wie „Schnurps di rums tara!” aufwiesen. Desweiteren kam auch der Höhepunkt des Abend, ein Blockflötenkonzert mit Flaschenbegleitung, von eben diesem LK. Bereits eine Stunde vor Beginn trafen sich die „Flaschen” um ihre Instrumente zu stimmen. Selbstverständlich stand in diesem Fall die Begleitung und nicht die Solostimme im Vordergrund – Flaschenorchester sind schließlich nicht alltäglich.

Doch der Abend war voll von Highlights – so zeigte Seraphim (Q1) seine improvisatorischen Fähigkeiten, mit denen er eine klassische Romanze einfach „aus dem Hut zauberte” und damit offene Münder und aufgerissene Augen hervorrief. Philipp (E1) spielte ein Trompetenkonzert, Marcel (Q1) ein Klarinettenkonzert. Über einseitiges Programm konnte das Publikum also bei weitem nicht klagen.

Nach nur etwas mehr als einer Stunde, einem eher kurzen Programm, wurden die Zuhörer dann wieder in den kalten Winterabend entlassen.
Alle Mitwirkenden freuen sich, wenn Sie – und DU! – nächstes Mal wiederkommen.


Martin Völker
Was denn für ein "beeindruckender Tanz?!?"
Paula Kaiser
Von einer jüngeren Schülerin, und für ihr Alter fand ich den Tanz sehr schön. War vielleicht technisch nicht perfekt, aber irgendwie emotional.


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