Fernseher

UNSER Song für Deutschland???

von David Hahn am 09.03.2011 13:02

Freitag, der 31. Januar 2011. 20:14. Noch eine Minute und es sollte wieder ausbrechen, das „Lena-Fieber“. Lena, die im letzten Jahr den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen hatte, hielt sich im letzten Jahr eher zurück, machte ihr Abitur und sollte nun groß wiederkommen. Da saß man also: Prime-Time bei Pro7 und es ging los:

Lena (hier bei ihrem Auftritt während des ESC in Oslo 2010) – ein und die selbe Kandidatin 6 mal hintereinander in einer Show?

Das neue Unterhaltungsformat „Unser Song für Deutschland“ (USFD), dessen Ziel es war, einen neuen Song für Lena Meyer-Landrut zu finden, startete vielversprechend. Die Moderatoren vom letzten Jahr kamen auf die Bühne, dann Stefan Raab und die Jury. Schließlich der Star des Abends: Lena.

Hier tat sich nun das erste Problem auf: Wie kann eine Sendung spannend sein, bei der ein und dieselbe Kandidatin 6 mal gegen sich selber antritt??

Um dieses Problem ein wenig zu kaschieren wurden die Komponisten der Songs kurz vorgestellt. Zweites Problem: Diese „kurze“ Vorstellung war langweilig und im Hintergrund lief der Song bereits.

Dann ging es erst richtig los: Vorstellung, Song, Juryurteil, Vorstellung, Song, Juryurteil, Vorstellung, Song, Juryurteil......... Sechs mal hintereinander.

Drittes Problem: Stefan Raab hatte alle Lieder produziert und ausgewählt. Wie ist da eine konstruktive Kritik möglich?

Wenn der Zuschauer es bis dahin ausgehalten hatte, fragte er sich jetzt:
Viertes und größtes Problem: Warum war da kein Lied dabei, das annähernd so klingt wie der Siegertitel aus dem letzten Jahr (→ Sattelite) oder vielleicht sogar besser? Denn de facto waren alle Lieder so „lala“ (SpiegelOnline).

 

Lange Zeit galt: Was Stefan Raab anfasst, das wird zu Gold, doch es passierte, was niemand erwartete: USFD war ein Flop. Die Einschaltquoten waren (weit) unter dem Senderschnitt beider Sendeanstalten. Die Sendung selbst wurde in der Presse heftig kritisiert. Doch eins hat Stefan Raab geschafft: Lange wurde kein Album mehr so stark promotet wie Lenas „Good News“. Auch wenn er dabei seinen „Heimsender“ benutzt und die ARD abGEZockt hat.

 

Hinweis: In unserer Rubrik „Scheibenwelten” findest du eine Kritik zu Lenas neuem Album „Good News”!

 

 

 

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