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Workshop Hessen - Willkommen in Dresden

von Leonie Gerlach am 23.12.2011 18:33

Bei unserer Ankunft am Bahnhof Dresden wurden wir bereits von einer Studentin erwartet. Romy Sell hielt ein Willkommensschild in die Höhe: „Workshop Hessen. Willkommen in Dresden.“ Sie würde uns vom 04.07. – 08.07. durch unser Programm begleiten und dafür sorgen, dass wir hessischen Schüler in der unbekannten Stadt nicht verloren gehen. Wir alle gehörten zu verschiedenen Schülerzeitungen und sollten in den nächsten Tagen die TU Dresden kennen lernen und uns gegenseitig unsere Arbeit vorstellen.

Erschöpft von der langen Zugfahrt und freudig aufgeregt gingen wir den nächsten Tagen entgegen. 

Direkt am Montag der Ankunft stand eine kleine Stadtführung auf dem Programm. Mit Regenschirmen und Fotoapparaten ausgerüstet besuchten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Mir persönlich sind die meisten Gebäude zwar zu barock und wuchtig, dafür aber hat es mir das Elbufer mit seiner ruhigen Atmosphäre sofort angetan.Dresden

Ausgehungert und nass wie wir waren, hielt sich das Interesse für die Altstadt allerdings weniger lang als eigentlich geplant. So waren wir alle froh, als wir uns in der Dresdener Szenenkneipe „Planwirtschaft“ niederlassen und beim Warten aufs Essen die dekorativen Staubsauger an der Wand bewundern durften.

Wenn ich rückblickend diese fünf Tage betrachte, kann ich genau sagen, was mir persönlich am meisten gebracht hat. Das Besuchen ausgewählter Vorträge hat mich als absoluten Uni-Neuling am meisten fasziniert, aber auch Nerven gekostet. Ich war wirklich froh den Hörsaal zur Psychologie-Vorlesung nach langem Suchen und Durchfragen gefunden zu haben. Der Vortrag war wie auf meine Interessen zugeschnitten und somit war ich auch ziemlich euphorisch, als ich nach der Doppelstunde mit den anderen Schülern wieder vor der Mensa stand.

Doch viel Zeit zum Austauschen und für Diskussionen über das Mensaessen blieb uns nicht. Unsere volle Konzentration wurde nämlich gleich wieder für das Finden der richtigen Haltestellen und Bahnverbindungen zum Sitz der Jugendzeitschrift Spiesser abverlangt.

In einem wirklich unscheinbaren Haus wurden wir von der ganz und gar nicht unscheinbaren Redaktion begrüßt. Viele Begrüßungen, Vorstellungen und neugierige Fragen später wurden wir durch die verschiedenen Stockwerke geführt. Besonders interessierte uns die Mitgliedschaft in der Redaktion des Spiessers, die ich allerdings doch etwas komplizierter finde, als es im ersten Moment den Anschein macht.

Es folgte ein wunderschöner Abend an der Elbe, an dem wirklich viele schöne Fotos entstanden. Zur etwas fortgeschritteneren Stunde stießen wir auf einen Hinterhof, in dem wir uns mit überwiegend älteren Herrschaften das Frauenfußballspiel Deutschland gegen Frankreich ansahen. Der Besuch in einer Cocktailbar der Neustadt war anschließend die Krönung des Abends.

Auch die nächsten Tage waren prall gefüllt: Studienberatung, Campustour, ein Interview für das CampusRadio und ein Journalismusseminar reihten sich hintereinander. 

Nicht unerwähnt bleiben darf der abendliche Besuch  bei dem Studentenclub Elbflorace. Nach Präsentation und Führung war beim Grillen genug Zeit für ausführliche Gespräche. Zudem wurde unser  Bedürfnis nach Kulturprogramm  durch einen Besuch im Schauspielhaus erfüllt.

Am Freitagvormittag hieß es für uns Koffer packen und Abschied nehmen.

Wir verließen Dresden mit Augenringen, aber auch vielen neuen Erfahrungen. Ich für mich kann auf jeden Fall sagen, dass ich wieder kommen werde.

Quid novi?
Der Siegertext des diesjährigen Schreibwettbewerbs:
Freundschaft ohne Grenzen
von Carla von Canstein

Und die Gewinnerin in der Kategorie "Oberstufe":
Lotte oder der grüne Luftballon
von Lilli Möller
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