Musik

Metal meets Reggae

von Annalena Döbel am 20.09.2010 13:02

„Das ist eine Band aus Wales, der Sänger hat jamaikanische Wurzeln und sie machen Hard Rock.” Ich staunte nicht schlecht, als mir der Sohn meiner Gastfamilie in England Skindred vorstellte. Eine Hard-Rock-Band mit Reggae-Frontman? So eine Kombi ist mir bis jetzt noch nicht begegnet. Aber ich muss sagen, dass ihre Musik gar nicht mal so schlecht ist, obwohl ich eher selten Hard-Rock und Metal höre. Ein gelungener Mix aus Reggae, Ragga, Metal, Punk,… Hört sich an wie… ja, eigentlich kann man das gar nicht beschreiben, weil es einfach einzigartig ist. Ich könnte jetzt sagen: „Drück Bob Marley eine E-Gitarre in die Hand und er spielt wie Skindred”, aber so ist es eben einfach nicht. Skindred ist ein Unikat, keine Cover-Band. Auf jeden Fall sind sie und die Musik, die sie machen, das Originellste, was ich je gehört habe und auf jeden Fall auch für „Nicht-Rocker” „reinhörenswert”.

Doch diese Idee ist ehrlich gesagt „nur” das Erbe einer Vorgänger-Band namens „Dub War”. Nachdem sich diese nämlich aufgrund schlechten Erfolges 1998 auflöste, wollte ihr Sänger Benji Webbe diese damals neu kreierte „Musikrichtung” (genannt „Ragga Metal”) nicht gleich aufgeben. Er setzte die Band mit zwei seiner alten Band-Kollegen (Jeff Rose und Ginge Ford) unter dem Namen „Skindred” fort. 2000 brachten sie ihr Debüt-Album „Babylon”. Tja, irgendwie war das nicht gerade der große Erfolg, sodass Jeff Rose und Ginge Ford schnell die Lust an dem Projekt verloren und Skindred verließen. Doch für Webbe kein Problem, der hatte schon bald drei neue Bandmitglieder am Start, die bis heute die Formation von Skindred bilden: Bassist Daniel Pugsley, Gitarrist Mikey Demus und Drummer Arya Goggin. Sie nahmen Babylon neu auf, fügten noch vier weitere Tracks hinzu und veröffentlichten es 2002 einfach nochmal. Dieses Album gelang wesentlich besser und Skindred (und auch das bis dahin völlig unbekannte „Ragga Metal”) bekam mehr und mehr Aufmerksamkeit von der weltweiten Rock-Szene.

Sie landeten in den USA auf Platz 1 der Reggae-Charts und waren in fast jeder Rock-Top-10 der Welt. Ihre erste Single „Nobody” wurde vor allem dadurch in der Welt bekannt, dass sie in Video-Games wie Need for Speed zu hören war.

 

Nachdem Skindred mit Bands wie „HIM” oder „Korn” durch die USA tourte, veröffentlichten sie 2007 ihr zweites Album, „Roots Rock Riot”, was sie endgültig auf den Höhepunkt ihrer Karriere brachte. Benji Webbe wird als bester Metal Frontman gehandelt und Skindred setzen ihre Karriere weiter unverbesserlich fort. Letztes Jahr kam dann schließlich ihr drittes Album mit dem Namen „Shark Bites And Dog Fights” raus. Ihre aktuelle Single heißt „You can't stop it”. Momentan touren sie so rum und waren unter anderem auch auf dem Open Flair in Eschwege. Finden könnt ihr Skindred übrigens auf ihrer MySpace-Seite oder auf skindred.net.

Quid novi?
Der Siegertext des diesjährigen Schreibwettbewerbs:
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Und die Gewinnerin in der Kategorie "Oberstufe":
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