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ZAZ - Musik aus Frankreichvon Annalena Döbel am 09.03.2011 12:53Man hört ja immer mal wieder von seinen Großeltern Vorwürfe wie „Mensch, Kinder, ihr hört ja nur noch englische Musik!” oder „Was ist eigentlich aus dem guten alten Deutschen Schlager geworden?”. Eigentlich haben sie ja recht. Vor lauter „Party on the Dancefloor”– und „Baby, you and me?”-Musik hört man aus dem Radio viel zu wenig deutsche Texte. In Frankreich hat man dieses Problem anders gelöst: Dort ist gesetzlich festgelegt, dass ein großer Anteil der im Radio gespielten und in den Geschäften verkauften Musik französisch sein muss. So schwappen manch französische Künstler vielleicht auch mal auf die ausländischen Charts über, wie zum Beispiel letztes Jahr Stromae mit „Alors on danse”. Und nun ist eine Französin wieder dabei auch im Ausland etwas bekannter zu werden: Isabelle Geoffroy unter ihrem Künstlernamen „ZAZ”. So manches Mal bekam man ihr Lied „Je Veux” auch schon im Radio zu hören oder sah sie im Fernsehen bei Sendungen wie „TV Total” von Stefan Raab. Die Franzosen hören sie schon seit letztem Mai, als ihr selbst betiteltes Album „ZAZ” die französischen Albumcharts stürmte, rauf und runter. Ihre Musik geht jedoch in eine ganz andere Richtung als die von Stromae. Meist begleitet von Gitarre und Kontrabass singt sie Songs aus einem vielfältigen Genre-Repertoire mit Einflüssen aus Jazz, Blues, französischer Musik und Stilen aus aller Herren Ländern. Kombiniert mit ihrer rauchigen, außergewöhnlichen Stimme schafft es die junge Französin durch ihre Songs Zuhörer aller Art zu bewegen. Ihr Album beinhaltet so vielfältige Songs, von fröhlichen bis hin zu Balladen, dass man es auf keinen Fall als eintönig bezeichnen könnte. Es ist Musik für alle Lebenslagen, die einen sowohl aufmuntern, als auch melancholisch stimmen kann. Und selbst wenn man kein bisschen Französisch spricht, fühlt man durch die Art und Weise der Musik das, was der Song einem sagen will. Und das ist das, was ZAZ ausmacht. Isabelle Geoffroy ist in den Achtzigern in Tours geboren. Ihre Eltern haben sie zur Musik gebracht. Obwohl diese selbst keine musikalische Ausblidung genossen hatten, fanden sie eine solche wichtig und schickten Isabelle mit fünf Jahren auf eine Musikschule, an der sie, bis sie elf wurde, unter anderem Musiktheorie lernte. Außerdem lernte sie Instrumente wie Geige und Klavier. Doch schon bald erkannte sie, dass ihre Stimme ihr Instrument ist. Sie wurde Mitglied in verschiedenen Ensembles und Bands, mit denen sie Preise gewann, durch die Welt tourte und viele Erfahrungen machte. 2006 zog es sie nach Paris. Dort machte sie „die Nacht zum Tag” und sang in zahlreichen Pariser Bars und Nachtclubs, meist ohne Mikro. Bald entdeckte sie auch die Straße für sich und trat immer öfter mit zwei befreundeten Musikern auf den Straßen des Pariser Künstlerviertels „Montmartre” auf. 2010 wurde ein Produzent, der eine Sängerin mit rauchiger Stimme suchte, auf sie aufmerksam und sie nahm mit ihm ihr erstes Album „ZAZ” auf, das – wie schon erwähnt – über Nacht die Charts stürmte. ZAZ hatte schon immer das Bedürfnis, sich auszudrücken, und dies nicht unbedingt leise, meint sie in einem Interview des Kultursenders 3sat. Deshalb habe sie wahrscheinlich diese außergewöhnliche, „gebrochene” Stimme. Vielleicht käme es aber auch daher, dass sie früher viel geraucht hatte. Sie liebt es, über das Leben und die Dinge, die ihr wichtig sind, zu singen und tut das, wo sie nur kann. Und nun hat sie die Chance, dies auch in deutschen Radios zu tun. Wer weiß, vielleicht findet ihr ja auch Gefallen daran. Hier ihre Single „Je Veux”:
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