QuintessenZ
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Die Romfahrt des Hauptorchestersvon Eduard Menzel am 14.06.2010 19:55– Warum ein Orchesterleiter ruhig mal für die Schülerzeitung schreiben sollte –
Genug zu tun, viel Hetze, noch mehr Termine: Letzte Korrekturen, Noten besprechen und eintragen, Schulkonzerte und letzte Proben planen und durchführen, Kollegen vertreten, Eintrittskarten verteilen, Plakate aufhängen, Programm erstellen und drucken lassen, Fortbildungen, Planung für das nächste Schuljahr... ach ja, und natürlich der „ganz normale Unterricht“, der eigentlich für einen vollen Arbeitstag reicht. Dazwischen Krankheit, eine Familie haben und sich um die Kinder kümmern, den Garten pflegen und als Luxus im Jahresendspurt auch mal ein WM-Spiel sehen oder einfach nur nichts tun! Warum sollte ich da noch einen Artikel für die Schülerzeitung über die Romfahrt des Orchesters schreiben...? Wie schön ist es, sich im Verkehrschaos dieser Stadt auf alle verlassen zu können! Wie schön ist es für die Planenden, wenn bei kleinen Pannen/Umwegen nicht gleich das Schwert der Ungeduld gezogen wird, sondern eher der Spruch kommt: „Wir sind doch in Rom; da können wir auch mal ein bisschen laufen!“ Wie schön ist es, bei vielen Teilnehmern sehen zu können, dass großes Interesse an der kulturellen Vielfalt dieser Stadt herrscht! Wie schön ist es letztlich auch, das Gefühl zu haben, dass Forderungen genauso erfüllt, wie Freiheiten genutzt, aber nicht ausgenutzt werden, dass das anerkannt wird, was sehr gut klappt und im Gegenzug das, was nicht optimal ist, nicht gleich in der Luft zerrissen wird und vor allem, dass alle eine vergnügte und schöne Woche haben. So konnten wir vom Vatikan bis zu den antiken Ausgrabungen vieles sehen und besichtigen, haben einen Ausflug in die reizvolle Umgebung Roms und ans Meer gemacht und natürlich auch für unser Konzert mit einem römischen Chor geprobt, das ja der eigentliche Anlass der Orchesterfahrt war. Und dieses Konzert war ein tolles Erlebnis. In einer der schönsten Kirchen Roms, mitten im Zentrum der touristischen Sehenswürdigkeiten, konnten wir im ersten Teil Orchesterstücke spielen, die wir aus den vergangenen Jahren bereits kannten. Im zweiten Teil führten wir dann gemeinsam mit dem römischen Chor die Komposition „Lauda Sion“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy auf, die auch in den diesjährigen Sommerkonzerten zu hören sein wird. Hoffentlich schaffen wir es in zwei Jahren wieder, eine so erfolgreiche und gelungene Orchesterfahrt zu unternehmen. Wer weiß, vielleicht geht sie ja dann nach Wien... (Eduard Menzel)
Die QuintessenZ bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Menzel dafür, Fotos von der Fahrt haben wir in unserer Galerie veröffentlicht.
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