Athene

„Jetzt kann ich es ja sagen – eigentlich mag ich Kinder!"

von Johanna Götte am 09.03.2011 12:48
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Als wir die Treppe zu Herr Koinzacks Wohnung hochgehen, begrüßen uns 4 Hunde mit lautem Gebell. Auch Herr Koinzack selbst ist gleich da, räumt die Hunde zur Seite, begrüßt uns freundlich und stellt uns seine Frau und die Hunde vor. Dann bekommen wir was zum Trinken und das Interview beginnt: Herr Koinzack mit Hund

Herr Koinzack. Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben für dieses Interview. Wie ich sehe sind sie immer noch ein wenig braun. Wie war’s eigentlich in der Karibik?
Herr Koinzack strahlt: „Sehr schön. Wir sind zweieinhalb Wochen lang mit dem Schiff herum gefahren und haben fast alles gesehen. Zweimal waren wir auf den Bahamas, wir haben die Kaimaninseln besucht und noch einiges mehr. Es war eine wirklich sehr schöne Zeit.“ 

Ging so was denn früher auch? Mit der Schule?
„Leisten kann man sich das inzwischen schon. Ist recht günstig, aber mit der Zeit ging es nicht. Jetzt habe ich mehr davon, was mir sehr gut gefällt. Vor allem, weil ich jetzt mehr Zeit für meine Frau habe – das war mir ein großes Anliegen!“ 

Wie lang waren Sie genau Hausmeister am FG? Manchen von uns kommt es glaube ich vor, als wären Sie schon immer dagewesen und würden in diesem Haus wohnen.
„Es ist auch eine sehr lange Zeit. Im Mai 2010 waren es genau 26 Jahre. Dann musst du noch plus ca. ein viertel Jahr rechnen. Ich bin also seit Mai 1984 da. In dieses Haus sind wir dann anderthalb Jahre später gezogen – davor haben wir in Zwehren gewohnt und ich bin immer hier her gefahren.
Das ist also schon ein wenig „meine“ Schule.“ 

Ich glaube da stimmen Ihnen sehr viele zu. Was hat man denn als Hausmeister noch so für Hobbys außer „seiner“ Schule?
„Da wäre einmal mein Garten. Dann ist da noch das Angeln. Ich hoffe, dass ich dazu in diesem Sommer öfter komme, weil das durch die Schule in den letzten Jahren sehr nachgehangen hat.“ 

Das wünschen wir Ihnen. Gibt es auch schlechte Aspekte am „pensioniert sein“?
„Es ist schon eine große Umstellung. Man musste sich erstmal ein wenig daran gewöhnen, weil es ein ganz anderer Rhythmus ist. Ich habe ja 50 Jahre lang gearbeitet. Erst als Fliesenleger, später als Bauzeichner und schließlich als Hausmeister am FG.“ 

Haben Sie so etwas wie eine schönste Erinnerung an ihre Zeit am FG?
„In den 90er Jahren gab es zweimal einen FG-Ball. Das war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Da haben alle Schüler mitgemacht und zwei Tage lang die Schule geschmückt. In einem Jahr haben die Eltern den Ball ausgerichtet, im nächsten die Schule. Das war wirklich schön und auch die Schüler haben super mitgemacht. Heute geht so was nicht mehr so gut, weil ihr durch G8 und so weniger Zeit habt. Aus dem FG- Ball ist dann später der heutige Abi- Ball geworden. Eine andere sehr schöne Feier war die 225 Jahre FG- Feier.“ 

So einen FG- Ball müssen wir unbedingt noch mal machen! Was vermissen Sie denn am meisten aus dem normalen Schulalltag?
„Ganz klar die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Wir sind eigentlich in der Schule eine große Gemeinschaft. Das darf man nie vergessen.“ 

Finden Sie denn, dass sich diese Kinder und Jugendliche in den letzten Jahren verändert haben?
„Auf mich wirkt es manchmal so, als wärt ihr früher teilweise reifer gewesen. Ihr seid ja heute viel jünger. Da waren teilweise schon tolle Jahrgänge dabei, bei denen man beim Abi auch wirklich das Gefühl hatte, dass die soweit sind. Zum Beispiel der von 1986: Kennst du das große Bild unten im Keller? (Das mit den Heißluftballons) Das haben die gemalt. Und als sie es nach 10 Jahren wirklich geschafft haben, hier Klassentreffen zu machen, waren von über 100 Ehemaligen über 60 fertige Ärzte. Das ist schon toll.“ 


Svenja
Ich finde es toll wie Herr Koinzack über unsere Schule denkt. Eigentlich ist es sehr schade, dass er gegangen ist, weil er immer sofort da war wenn die Rollos mal nicht funktioniert hatten oder wenn ein Tisch kaputt war. Ich vermisse ihn sehr.

Viele Grüße Svenja
Philipp
Ich bin ganz Svenjas Meinung
Nur
Herr Koinzack..*_*
Johanna
Ich schließe mich euch an :) Und es war richtig niedlich wie er von der Schule und den alten Zeiten geschwärmt hat :D
Nur
Ja..wie süüüß :D
*_* Herr Konizack *_*

we miss youuuuu..
..und wie er immer meinte: Leg den Schneeball weg, sonst kannst du die Schulordnung abschreiben.. :D
Johanna
Mich würde brennend interessieren, ob das mal jemand musste :D
Björn Barz
@Johanna: Oooh ja... als Herr Presche damals noch stellvertretender Schulleiter war, durfte einmal beinahe unser ganzer Jahrgang diese Schulordnung abschreiben.
Johanna
Das kann ich mir richtig vorstellen. Klein Benni, klein Raika und klein Björn sitzen nebeneinander in Herrn Presches Büro und schreiben... :D
Nur
@Johanna..jaa die kleinen bestimmt voll süüß :D
Karina
Ganz zu schweigen von den Zeiten als Herr Lieb noch Aufsicht hatte und dich mehr oder weniger abgeführt hat :D
Aber es gab ja auch mal Zeiten, wo die Oberstufenschüler gegenüber den Wänsten echt noch was zu sagen hatten...bei den Methoden von damals hätte man heute gleich die Eltern von den Kiddies auf der Matte stehen :D
Raika
So nen Interview mit Presche wäre doch auch nochmal was :D
Johanna
weiß jemand was der jetzt macht? Lebt der noch? Ich hab ihn seid seiner Verabschiedung nie wieder gesehen. Ach und Karina - lüg nicht. Wir sind euch damals auch schon auf der Nase rumgetanzt... :D
Karina
@Johanna, ich meine ja auch nicht das Verhältnis Ihr zu uns, sondern noch vor eurer Zeit, als über UNS noch Oberstufler waren...da ist der ein oder andere hinten im müllcontainer gelandet^^
ich glaube ich habe presche iwann mal zwischendurch gesehen, als er spazierenging...
Henrike
Also Karre, ich bin dir jawohl mal uebelst auf der Nase rumgetanzt, vielleicht sogar ein wenig zu viel...
Aber irgendwie kannte ich dich ja wenigstens auch, wie sich die Unterstufenschueler teilweise den aelteren Schuelern gegenueber verhalten obwohl sie die noch nicht mal kennen usw. ist manchmal echt eine Frechheit! Ich bin ja auch nicht so mies zu denen, oder zu sonst irgendwem.
Johanna
Also ich find die Kleinen meist niedlich... Nur manchmal sind sie nervig - aber das gehört sich auch so. Schließlich müssen die noch ne Weile überlenem...
Nicht Karina - dich haben wir damals auch versucht in den Wahnsinn zu treiben mit dem "Wer ist Wer" - Spiel :D
Tja... Die guten alten Zeiten...
Quid novi?
Der Siegertext des diesjährigen Schreibwettbewerbs:
Freundschaft ohne Grenzen
von Carla von Canstein

Und die Gewinnerin in der Kategorie "Oberstufe":
Lotte oder der grüne Luftballon
von Lilli Möller
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