Athene

Von Flachbildschirmen und Prüfungsstress

von Johanna Götte am 13.06.2010 14:42
Seite 2

Sauberkeit, Ordnung, Zerstörungen

In unserer Schulordnung verpflichten wir uns auf unsere Schulumgebung zu achten. Die Praxis sieht meist anders aus. Nur wenige machen sich Gedanken, wenn sie auf den Tisch schreiben…

Was denken Sie dazu?

Das ist ein schwieriges Thema! An jeder Schule gibt es so etwas:
Achtlos auf der Treppe hingeworfene Papiere, bemalte Tische, nicht gekehrte Klassen, hin und wieder geht auch mal eine Tür oder ein Glas kaputt. Das alles sind Sorglosigkeiten, Unachtsamkeiten, die uns allen das Leben in der Schule weniger angenehm machen – je nachdem wie hoch die Toleranzschwelle des Einzelnen von zu Hause aus ist. Inzwischen verbringen wir alle – Schüler und Lehrer – viel Zeit in der Schule. So wie ich die vielen Stunden in meinem Zimmer nicht ohne meine Blumen sein möchte, die Kollegen einen möglichst ansprechenden  Raum für die Zeiten der Pausen oder Freistunden brauchen, so sollt auch ihr, soweit es mir mit den finanziellen Mitteln der Stadt oder auch mit Unterstützung der Eltern möglich ist, in einer angenehmen Umgebung arbeiten können. Ein Beispiel ist der Verwaltungsflur oder die Stühle und Tische in den Fluren.


Jede Zerstörung ist schlimm – und teurer als die meisten von uns sich vorstellen können. Kommt es auch bei uns zu mutwilligen Zerstörungen?

Leider ja. Bestimmt weniger als an anderen Schulen, egal… Ich frage mich natürlich, warum. Sehr viele Jugendliche arbeiten in der Schule auf engstem Raum zusammen, die Pubertät, der Wunsch der Jungen, kühn, mutig, cool sein zu wollen, spielen  bestimmt in manchen Fällen ebenso eine Rolle wie Schulfrust, Aggressivität wegen Nicht-Erreichen der gewünschten Noten. Offensichtlich ist dies im Wesentlichen ein jungenspezifisches Problem. Ob die Überflutung unserer Jungentoilette durch Schüler verursacht worden ist, wissen wir nicht; ich glaube eher, dass Schulfremde die Verursacher waren. Wie es allerdings passieren konnte, ist uns bis heute nicht klar. 

 

Was bedeutet eine solche Zerstörung für unsere Schulgemeinde?

Alles, was kaputtgeht, müssen wir selbst ersetzen oder wird uns von unserem Baubudget abgezogen. Das bedeutet, dass wir deshalb Anderes nicht anschaffen können. Vielleicht bekommen wir wegen des mutwilligen Wasserschadens, der die darunter liegenden Decken und Wände des Kellers und Geräte der Gärtner (möglicherweise ein Schaden von 30.000-40.000 €) beschädigt und zerstört hat, keine Akustikdecken, was Lehrern wie Schülern zum Nachteil gereichen wird.

 

Benjami BehrenzZu diesem Thema haben wir auch unseren Sozialpädagogen Benjamin Behrenz noch einmal um seine Stimme gebeten:
Wie kann man in ihrer Position mutwilliger Zerstörung entgegenarbeiten?

Was wir tun können, ist präventiv gegen solche Sachen vorzugehen. Zum Beispiel in Klassenstunden, im Klassenrat und an Projekttagen. Dort lernen die Kinder spielerisch, was Privatbesitz bedeutet und wie sie sich fühlen, wenn ihre Sachen kaputt gemacht werden oder sie anderer Kinder Sachen kaputtmachen.

 

Der Umgang mit dem Schulgebäude und der Umgang mit den Mitschülern – zwei Dinge die eng zusammenhängen.

Frau Palmié: Neben den Beschädigungen an Dingen gibt es aber auch noch Mobbing gegenüber Mitschülern – auch  das ist ein Problem an allen Schulen, das durch Internet und die sozialen Netzwerke verstärkt wird.

Gerade eine Schule, die für sich beansprucht, humanistisches Gedankengut mit in den Unterricht und die Erziehung einzubinden, ist besonders gefordert, daran zu arbeiten, eine für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer vertretbare, positive Arbeitsatmosphäre und einen ebensolchen Umgang miteinander zu schaffen. Dieses Ziel können wir aber nur gemeinsam erreichen. Deshalb bin ich über die positive Einstellung der Mehrheit unserer Schülerinnen und Schüler froh. Ich bedanke mir vor allem bei dem Schulsprecherteam, das mich immer wieder unterstützt und sinnvolle Ideen einbringt, um unsere Schule zu einem ansprechenden und lebenswerten Raum zu machen. Eine wichtige Unterstützung ist auch unser Sozialpädagoge mit seinen gegenüber uns Lehrerinnen und Lehrern andersartigen Einflussmöglichkeiten auf Schülerinnen und Schüler. 

Quid novi?
Der Siegertext des diesjährigen Schreibwettbewerbs:
Freundschaft ohne Grenzen
von Carla von Canstein

Und die Gewinnerin in der Kategorie "Oberstufe":
Lotte oder der grüne Luftballon
von Lilli Möller
Zufälliges Galerie-Bild

Himmelsstürmer mit Mond
Himmelsstürmer mit Mond
Impressionen Museumsnacht
(1 Kommentare)

Umfrage

Am Weinberg soll der Park einem Museum zum Thema "Brüder Grimm" weichen. Eure Meinung dazu:

Also ich finds gut...
41


Was soll das denn? Ich bin total dagegen!
39


Mir egal....
8



Es wurden bereits 88 Stimmen abgegeben.

Besucherzähler
58048