Welt

Mein Amerikajahr

von Henrike Hennig am 08.11.2010 14:04

Für alle, die es noch nicht wissen: Mein Name ist Henrike Hennig (teilweise besser bekannt als “Henne”), ich bin 16 Jahre alt und ich habe beschlossen ein Jahr in Amerika zu verbringen, anstatt mir das Chaos während der Einführungsphase anzutun.

Henrike in Amerika 2Ich sitze gerade an einem Lenovo PC während meiner Journalistic Writing Stunde und habe nichts zu tun. Vor kurzem bin ich vom Lunch zurückgekommen, wo ich ein Sandwich und Pink Cookies gegen Brustkrebs gegessen habe. Auf meine Schule (Tahoma High School) gehen ungefähr 1.550 Schüler, alle sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Die Schule ist total gut ausgestattet! In den Klassenräumen, in denen wir keine fest installierten Computer haben, arbeiten wir viel an Dell Netbooks. In Media Design benutzen wir Macs und hier, in Journalistic Writing, wie gesagt Lenovo. In jeder Klasse gibt es ein Smartboard. Auf den Gängen stehen Automaten, an denen man sich was zu trinken und Chips, Popcorn oder Kekse kaufen kann. Ich habe am Tag drei verschiedene Fächer, die je 100 Minuten dauern. Es gibt abwechselnd blue und gold days, an den blue days hat man die einen, an den gold days die anderen Stunden. Ich habe also insgesamt nur sechs verschiedene Fächer (Dance, Pre-Calculus, Multimedia Design, American Studies, Journalistic Writing und American Expressions). Bis auf American Expressions und American Studies, die mir von meiner Agentur vorgegeben wurden, konnte ich mir alles selbst zusammenstellen.

Letzten Freitag habe ich mir ein Footballspiel von meiner Schule angeschaut. Wir haben zwar verloren, aber die Stimmung war trotzdem super. Die Cheerleader haben für ordentlich Stimmung gesorgt und die ganze Schule hat ihre Mannschaft angefeuert.

Henrike in Amerika 1Das Schulmaskottchen hier ist ein Bär und die Schüler hier sind die “Bears”. Jeder hier besitzt eine Jacke, ein T-Shirt, einen Pullover (die kriegt man übringens schon für 25$) oder zumindest etwas in der Richtung, auf das ein Bär und der Name der Schule draufgedruckt sind.

Am 30. Oktober ist Homecoming (eine Art Tanzabend). Die Jungs hier fragen die Mädchen, ob sie mit ihnen dahin gehen möchten. Sie fragen allerdings nicht einfach “Hey, willst du mit mir zum Homecoming gehen”, nein, sie schicken jemanden mit Blumen in die Klassen, malen Plakate oder denken sich andere Sachen aus. Da können unsere Jungs nicht mithalten!

Ich lebe in einer Gastfamilie und habe jetzt eine neue “Schwester”, einen neuen “Bruder” und neue “Eltern”. Wir haben einen Hund, eine Katze und, als neustes Familienmitglied, einen echten Igel! Meine Eltern haben (natürlich) drei Autos und aus unserem Kühlschrank kommen Eiswürfel (man muss nur seinen Becher in so eine Vorrichtung halten).

Die Unterschiede im Vergleich zu Deutschland sind wirklich enorm. Ich bin mir sicher, dass ich hier unglaubliche Erfahrungen machen kann und dass ich dieses Jahr nie vergessen werde.

Quid novi?
Der Siegertext des diesjährigen Schreibwettbewerbs:
Freundschaft ohne Grenzen
von Carla von Canstein

Und die Gewinnerin in der Kategorie "Oberstufe":
Lotte oder der grüne Luftballon
von Lilli Möller
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